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Holidays in Cambodia

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Am 18 November ging’s also weiter. Bis kurz vor die Grenze hat uns ein Minibus gebracht, dort konnte man sich das Visum für Kambodscha besorgen. Im Warteraum haben wir Chris kennen gelernt, mit dem wir noch einige Zeit unterwegs sein sollten. Mit dem Bus dann weiter und zu Fuß über die Grenze. Unser Fahrer hat noch gesagt, dass ein Bus auf der kambodschanischen Seite auf uns warten würde. Es kamm natuerlich wieder mal anders...
Ich weis nicht ob ich mir das nur eingebildet habe oder ob es wirklich so ist, aber ich hatte sofort das Gefühl dass alles in Kambodscha viel ärmer und dreckiger ist als in Thailand.
Klar wusste ich das vorher schon, aber dass der Kontrast so groß ist, damit hatte ich nicht gerechnet.
Wie versprochen hat uns ein Reisebus abgeholt, aber die Fahrt hat nur ein paar Minuten gedauert, da das Ziel nicht Siem Reap hieß, sondern Busbahnhof von Poipet. Dann ist mal lange nichts passiert. Als es weiterging sollten wir nicht mit einem Bus fahren, sondern uns auf die Ladefläche eines Pick-Ups setzten. Nur für eine halbe Stunde, hieß es, dann könnten wir mit einem Bus weiterfahren. Kein Problem, aber aus den anfänglich acht Leuten wurden am Schluss 17, die sich im und auf dem Pick-Up zusammen quetschten. Sogar auf dem Dach und auf den Rucksäcken, die hinten fastgebunden waren, sind noch Leute gesessen.
Die Fahrt war wirklich der Wahnsinn, so was erlebt man nicht wenn man Zuhause bleibt, deswegen reise ich. Über die schlechteste Straße die ich jemals gesehen habe sind wir Richtung Siem Reap gefahren. Alle sind die nächsten zwei Stunden kräftig durchgeschüttelt worden und nach kurzem war man von Kopf bis Fuß mit einer dicken Staubschicht überzogen. An uns zogen einfache Holzhütten auf Stelzen vorbei, Kinder winkten und wir taten unser Bestes um nicht allzu viel Staub in die Augen zu bekommen.
Nach gut zwei Stunden gab’s eine kurze Pause bei der sich Chris und Cat – auch sie sollte noch länger mit uns unterwegs sein – zu uns setzten, und wir unsere leeren Mägen füllten.
Dann rein in den Reisebus, der schon auf uns gewartet hat, und weiter über Stock und Stein.
Der Fahrer gab ordentlich Gas, und wieder hat es uns ganz schön hin und her geworfen.
Nach einer Stunde war die Fahrt plötzlich zu ende, ein Truck versperrte sie Straße.
Zufällig starb genau in dem Augenblick, als wir stehen blieben, auch unser Bus ab und sprang nicht mehr an. Alle sind erst mal raus aus dem Bus und herumgestanden. Hinter unserem Bus hat sich dann ein kleiner Stau gebildet. Zu der Zeit war es schon gut eine Stunde dunkel, was das Ganze noch unübersichtlicher machte. Viele Kambodschaner haben den Truck, der vor uns zusammen gebrochen war, samt Anhänger mehrmals hin und her geschoben. Als die Straße wieder frei war stellte sich die nächste Frage: wie bringt man unseren Bus zum laufen?
Natürlich anschieben. Zuerst haben nur einige Kambodschaner angeschoben, als das nichts brachte sind immer mehr Touris aus dem Bus gestiegen und haben mitgeholfen. Ich habe eigentlich nicht mehr damit gerechnet, aber der Bus ist dann wirklich noch angesprungen und wir sprangen in den fahrenden Bus. Das einzige Problem war, dass nur noch der zweite Gang funktionierte, also war anhalten für die nächsten drei Stunden ausgeschlossen. Das wurde für den Einen oder die Andere zu einem Blasentrainig der etwas anderen Art. Nach etwa 15 Stunden hatten wir die Strecke von Koh Chang nach Siem Reap, immerhin etwa 250 – 300 Kilometer, zurückgelegt. Kambodscha hat uns willkommen geheißen, und wie!

Posted by irezumi 20:03 Archived in Cambodia Tagged round_the_world

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