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Auf der Route 13 durch Laos

sunny 28 °C

Kids.JPG27.11.

Die Grenze zu Laos ist eine Bretterbude und ein Schranken. Mitten im Wald, rundherum gar nichts. Die Grenzbeamten kassieren einen Doller pro Person ein. Der Doller wandert natürlich in die eigene Tasche. Irgendwie muss man sich die Goldzähne finanzieren, die einem aus dem Gesicht eines der Typen entgegen funkelten.
So ähnlich lief es dann auch noch mal bei den laotischen Staatsdienern. Wieder ein Doller. Herzlich willkommen in Laos. Nicht das letzte Mal sollten wir in diesem Land mit korrupten Cops zu tun haben.

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Unser Ziel hieß „Four Thousand Island“. Direkt nach der kambodschanischen/laotischen Grenze wir der Mekong sehr breit. Bis zu 14 km in der Regenzeit. Und in dieser Gegend gibt es eben auch unzählige kleinere und großere Inseln. wir entschisden uns für Don Det, und wir sollten es nicht bereuen.
Auf Don Det gibt es keine Hotels, nur einfache Huts. Strom gibt es nur am Abend, und dass auch nur für ein paar Stunden. Ich hatte oft das Gefühl eher in einem laotischen Dorf zu sein.
Die folgenden Tage waren einfach nur genial. Wir sind viel in der Hängematte gelegen, sind im Mekong geschwommen, oder mit dem Fahrrad herumgefahren.
Cornelia hat sich etwas gesträubt, was das Baden im Mekong betrifft. Verständlich, da alle Abwässer der Insel und vieler Städte in den Mekong fließen. Trotzdem gibt es viele Fische im Fluss und solange die Fische nicht verrecken, hab ich kein Problem mal reinzugehen.
O-Ton Chris: „Das ist schon der Wahnsinn, die waschen sich und ihre Viecher im Mekong, die scheißen in den Mekong, die trinken aus dem Mekong, die leben mit und vom Mekong“.
Als wir einmal beim Essen auf einer Holzterrasse direkt am Fluss gesessen sind, ist eine alte Frau mit zwei Rindern angekommen. Die Tiere sind zur Abkühlung ins Wasser bis nur noch der Kopf zu sehen war. Nach ein paar Minuten sind sie dann wieder raus aus dem Wasser und ganz nebenbei hat eins der zwei Viecher ins Wasser gepinkelt. Weiter flussabwärts haben gleichzeitig Kinder gebadte uns sich Laoten gewaschen.
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Bis zum 2. Dezember sind wir auf Don Det geblieben, die Insel die Chris danach als „Das Paradies“ bezeichnete.

Spät in der Nacht sind wir in Tah Keak angekommen und hatten Probleme eine gute Unterkunft zu finden. Die Hostels am Busbahnhof waren ausgebucht und das einzige Tuk-Tuk in der Nähe gehörte einem unglaublich unsympathischen Typ, der uns für vier Doller in die Stadt bringen wollte. Er hatte gewonnen. Wir hatten keine andere Wahl, als sich herausstellte, dass kein Zimmer in den Hostels frei war.
Nach langem herumfahren haben wir dann doch noch was Annehmbares gefunden.

3.12.
Rund um Tah Keak gibt es einig sehenswerte Höhlen. Der leichteste Weg dort hin ist, sich ein Moped zu leihen und selbst hin zu fahren. Die Straße selbst war sehr staubig und öfter musste ich stehen bleiben, als uns Trucks und Autos überholt hatten. Man konnte einfach nichts mehr sehen, vor lauter Staub in den Augen. An Holzbuden entlang der Straße wurde Eichkätzchen und Raten verkauft. Cat und ich ließen uns die Gelegenheit nicht entgehen, die Ameisen zu kosten, die uns die Frau bei einem Stand anbot. Hat eigentlich – wie die gerösteten Frösche und Käfer – nach nichts geschmeckt. Könnte schlimmer sein.

Die Höhlen selbst waren wie gesagt sehenswert, hab aber schon bessere gesehen. Noch weiter östlich soll es sehr große, spektakuläre Höhlen geben. Dazu haben wir aber diesesm al keine Zeit. Dann halt beim nächsten Laosbesuch …

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Von Tah Keak ging’s weiter nach Vientiane. Dort sind wir eine ganze Woche geblieben. Am 6. Dezember sind Chris und Kat nach Bangkok geflogen. Wir hatten so viel Spaß mit ihnen und es wird wahrscheinlich ein Wiedersehen in Texas nächsten Sommer geben. Ansonsten gibt es über Vientiane nicht viel zu erzählen. Circa 120 000 Menschen leben in der Hauptstadt vo Laos, ziemlich ruhig und verschlafen ist es hier. Wir sind mit dem Moped und Fahrrad herum gefahren, usw. Wirklich erwähnenswert erscheint mir unser zusammentreffen mit der lokalen Verkehrspolizei. Beim ersten Mal haben sie uns aufgeholten weil wir eine Rote Ampel ignoriert haben, also selber schuld. Macht hier zwar jeder, aber man sollte sich halt nicht von der Polizei beobachten lassen. 10 Doller haben wir direkt an die Beamten abgeben müssen, also 2,5 pro Person.
Am Tag danach wurden wir wieder aufgehalten. Diesmal ohne Grund, jedenfalls konnten mir die Polizisten nicht erklären was jetzt eigentlich los ist. Englisch ist nicht grade die größte Stärke der laotischen Staatsdiener. Wieder haben wir 3 Euro pro Kopf und Nase bezahlt. Die Alternative wäre gewesen nächste Woche auf den Polizeiposten zu fahren und dort wahrscheinlich stundenlang herum zu sitzen und dann erst recht wieder zu zahlen.
Zwei Tage später war der International Anti-Corruption Day, und wo ist wohl ein großer Banner gehangen. Richtig, über der Polizeibox an der Kreuzung wo wir zum zweiten Mal
aufgehalten wurden. Ironischer geht’s kaum mehr.

Junger Mönch4.jpg

Nach Vientiane haben wir noch einig Tage in Vang Vieng, Luang Prabang und Udomxai verbracht. Danach sind wir mit dem Bus zur chinesischen Grenze gefahren.

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Posted by irezumi 21:00 Archived in Laos Tagged round_the_world

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