A Travellerspoint blog

Gili Trawangan

hallo, anyone?

all seasons in one day 34 °C

ja, mein schlechtes gewissen treibt mich dazu mich wieder mal zu melden. viel zeit ist vergangen seit ich das letzte mal was geschrieben habe, und ich will euch, die wenigen die noch nicht aufgegeben haben und sich manchmal auf meine seite verirren, nicht grossartig mit einzelheiten langweilen.
ich, oder besser wir, sind jetzt auf gili trawangan, einer kleine netten insel im wunderschoenen indonesien. mit wir sind nicht ich und cornelia gemeint, sonder sanne, eine hollaenderin die ich in thailand aufgegabelt habe und mit der ich mich jetzt rumtreibe.
cornelia ist nach letztem stand der dinge mit ihrem freund mario auf bali. sie wird sich am 27. maerz in den flieger setzten und richtung melbourne abheben. da mich das jetzt noch gar nicht so anschaut (australien) werd ich mich noch ein paar wochen laenger hier aufhalten. einziges problem ist das visum fuer indonesien, das wir uns ausserhalb von indonsien besorgen muessen. ost timor faellt leider flach, da in den naechsten wochen wahlen stattfinden und es dann dort wieder etwas ungemuetlich werden koennte. also wird's eher nach malaysia oder singapur gehen.

ich hoffe ich kann mich in den naechsten wochen wieder mehr zum schreiben hinreissen, mal schauen.

Posted by irezumi 21:19 Archived in Indonesia Tagged round_the_world Comments (0)

China, Hong Kong und Philippinen

Lang lang ist es her seit ich das letzte Mal was geschrieben hab’. Ja, jetzt ist es wieder soweit.
Also, wo bin ich stehen geblieben? Ach ja, wir waren also in Yangshou. Von dort sind wir mit dem Bus nach Shenzhen weitergefahren. Über die Stadt kann ich euch nicht wirklich viel erzählen. Im Prinzip ein riesiges Einkaufszentrum direkt an der „Grenze“ zu Hong Kong.
Shenzhen war vor noch nicht allzu langer Zeit ein kleines Dorf, aber durch seine gute Lage (wegen der Nähe zu Hong Kong) ist der kleine Ort zu einer Metropole angewachsen.
Wir haben dort bei einer Familie in einem Wohnblock gewohnt. Die kleine Wohnung hatte fünf Zimmer, zwei davon waren für „Gäste“ reserviert. Wenn man durch die Wohnungstür rein gekommen ist, ist man gleich im Schlaf-, Ess- und Wohnzimmer gestanden. Mit der Familie hatten wir leider wenig Kontakt, da sie leider kein Englisch gesprochen haben.
In China ist es verboten in privaten Haushalten zu Übernachten, wir hatten aber keine Probleme.
Unsere Zeit dort haben wir mit Shoppen verbracht, was Anderes ist uns auch nicht übrig geblieben. Unglaublich, was dort an (gefälschten) Waren angeboten wir. Kleidung, DVDs, Musik,…
Der Graben zwischen Arm und Reich ist hier sehr groß. Man kommt in einer Straße an teuren Hotels, fetten Autos usw. vorbei und in der nächsten sitzen Junkies und rennen bettelnde Kinder rum.

Am 30. Dezember sind wir zu Fuß rüber nach Hong Kong. Eigentlich hatten wir geplant uns mit Franz, einem Freund von Cornelia zu treffen. War aber nicht Möglich da das Internet nach einem Erbeben in Taiwan nicht mehr richtig funktioniert hat. Cornelia hat’s dann doch noch geschafft Franz samt seiner Freundin Gertraut aufzutreiben. Zusammen sind wir dann die nächsten Tage durch die Stadt gelaufen und dank Franz haben wir es um einiges leichter gehabt uns zurecht zu finden.
Hong Kong (wie auch Shenzhen) wird mir als riesiges Einkaufszentrum in Erinnerung bleiben.
Die Shoppingmall-Dichte dürfte schwer zu schlagen sein.
Aber ein bisschen Unrecht tue ich der Stadt jetzt schon. Die Skyline ist schon sehr beeindruckend, und der Spaziergang zum Aussichtspunkt war auch sehr fein.
Ein außergewöhnliches Silvester hat uns Hong Kong auch noch geboten. Franz hat uns zu einem guten Platz gebracht, an dem nicht ganz so viel los war als an der Promenade. Alle haben auf ein beeindruckendes Feuerwerk gewartet, jeder hat den Countdown mitgezählt und dann …..ist nichts passiert. Kein Feuerwerk, nicht mal eine Rakette. Ich fands ziemlich lustig. wenn man bedenkt, dass es im Hong Konger Disneph World jeden Tag ein Feuerwerk gibt und dann zu Neu Jahr nichts. Die Raketten haben sich die Chinesen wahrscheinlich fürs Tet-Fest (das chinesische Neu Jahr) auf.

Spontan wie wir sind, haben wir uns in Hong Kong dazu entschieden auf die Philippinen zu fliegen. Zuerst waren wir in Cebu City der Hauptstadt von Cebu, das so ziemlich im Zentrum der Philippinen liegt. Cebu City ist nicht besonders sehenswert, darum ging’s bald weiter nach Bohol, die östlich Nachbarinsel. Mit der Fähre hat es gute vier Stunden gedauert.
Was uns ein bisschen irritiert hat, war dass es sehr viel geregnet hat, und das sollte sich die nächsten Tage auch nicht ändern. Gewundert hat es uns, weil ja eigentlich im Dezember und Jänner die beste Reisezeit mit den meisten Touristen auf den Philippinen idt. Trockenzeit, und es regnet den ganzen Tag ohne Unterbrechung, da kann was nicht stimmen, oder? Wir sind also in Alonabeach herumgesessen und haben darauf gewartet dass der Regen endlich nachlässt. Außerdem, wenn ihr mal auf Bohol seit, denkt nicht im Traum daran nach Aloma Beach zu fahren. Wenn man Deutsches Bier, Wienerschnitzel und G’schnetzeltes haben kann ist das ein Grund auf der Stelle umzudrehen und sich auf schnellsten Weg aus dem Staub zu machen.

Posted by irezumi 08:02 Comments (0)

Lost in Translation

China – von 17.12. 2006 bis 3.1.2007

overcast 14 °C

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Kunming hat etwa 2 Millionen Einwohner, zumindest hab ich das irgendwo aufgeschnappt, keine Ahnung ob’s mehr oder weniger sind. Egal, jedenfalls kann es in Kunming relativ kalt werden im Winter. Für Sonnenverwöhnte, wie wir es sind, war’s schon ein kleiner Schock.
Alles was ich an warmer Kleidung mithatte, beschränkte sich auf eine lange Hose und einen Pullover. Wärmere Sachen mussten her, also habe ich mir eine schwarze lange Unterhose, eine Haube und modische Handschuhe mit drauf gestickten Adlern besorgt. So ausgerüstet konnte uns China nichts mehr anhaben. Oder das dachte ich jedenfalls.

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Ein dummer Fehler ist ohne Reiseführer nach China zu fahren. Speziell in Kunming ist es sehr schwierig einen Lonely Planet usw. zu finden. Die meisten Buchhandlungen haben kaum oder gar keine englischsprachigen Bucher, ganz zu schweigen von Reiseführern. Hier rechte sich, dass wir in Loas zu gierig waren um uns einen (kopierte) Lonely Planet zu kaufen. Dort gab es Reiseführer an jeder Ecke, aber nach Kunming kommen dann doch nicht so viele Westler, also ist es hier um einiges schwieriger an Einen zu kommen. Erst am zweiten Tag sollten wir dank eines Tipps von einem Franzosen eine annehmbare Buchhandlung finden und für schlappe 30 Euro (!!!) einen Rough Guide erstehen. Selbst Schuld, wie gesagt, wenn man so schlecht vorbereitet hier herkommt.

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Sehr spontan hatten wir beschlossen nach China zu fahren und ich hab mir nicht mehr großartig Gedanken darüber gemacht. Das Visum gab’s in Vientiane um 32 Doller und die Sache war geregelt. In Luang Prabang haben uns ein paar Traveller von China vorgeschwärmt und ich hab mich dann schon sehr darauf gefreut. Doch der erste Eindruck war eher ernüchternd. Die Chinesen sind einfach anders drauf als ihr Nachbarn in Südostasien. Bei weitem nicht so relaxt und eher von der ruppigen und distanzlosen Sorte. Jedenfalls war das mein erster Gedanke. Das sollte sich im laufe der Zeit auch noch relativieren, wir hatten einfach einen nicht so guten Start. Es kam einfach viel zusammen: das schlechte Wetter, die Mentalität der Chinesen und vor allem unsere nicht getroffenen Vorbereitungen was Kleidung, Reisführer usw. betraf.

Die allerschlimmsten Toiletten die es gibt, befinden sich in China. Jedenfalls hab’ ich noch nichts Schlimmeres gesehen. Weder in Thailand, Kambodscha oder Laos. 1,3 Miliarden Menschen leben in China. Dass heißt, dass der durchschnittliche Chinese ein anderes Verhältnis zu Privatsphäre hat als ein Europäer oder Ami. Das schlägt sich auch auf die sanitären Anlagen nieder. Wenn man in einer öffentlichen Toilette pinkelt, kann/muss man oft anderen beim kacken zusehen. Türen sucht man vergebens, außerdem haben einige besondere Könner große Probleme das Loch im Boden zu treffen. Oder ist es ihnen einfach egal, wer weiß das schon. Wie heißt es so schön - geheimnisvolles Asien 

Guilin

Am 20. Dezember sind wir mit der Bahn nach Guilin gefahren. Guilin liegt in einer sehr berühmten und einzigartigen Landschaft. Überall erheben sich zweihundert Meter hohe Berge aus dem Flachen Land. Jeder dürfte diese Gegend aus dem Fernsehen oder von Bildern kennen. Nur hatten wir keine Ahnung dass wir genau hier, zwischen diesem Naturwunder halt machen würden.
Guilin selbst liegt in der Provinz Guangxi, die eben für ihre Berge und Reisterrassen berühmt ist. Und in dieser Provinz hat es in den Sechzige Jahren noch Kannibalismus geben. Kein Scherz, in Wuxuan, einer kleinen Stadt weiter südlich, wurden Klassenfeinde von Kommunisten gefressen!

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Die Fahrt mit dem Zug war ziemlich angenehm, wenn man bedenkt, dass wir 20 Stunden gebraucht haben um Guilin zu erreichen. Wir hatten nur naoch die teuersten, dafür aber auch die komfortabelsten Plätze im Zug bekommen. das Soft Sleeper Abteil bietet Platz für vier Personen. Jeweils zwei Betten unten und zwei oben. Dann gibt’s noch Hard Sleeper; für sechs Personen und um einiges billiger. Außerdem hat man noch die Wahl zwischen hard und soft seat, aber bei einer Zwanzigstunden-Fahrt ist das schon eher was für die Sparefrohs unter uns.

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Von Guilin haben wir nicht so viel gesehen, und ich glaube wir haben auch nicht viel verpasst. Das Wetter ist um einiges besser gewesen, als es in Kunming war, und wir haben uns am ersten Tag etwas umgesehen. Ich war aber von der Zugfahrt überraschen geschlaucht und hab’ mich bald hingelegt.

Am folgenden Tag haben wir einen kleinen Ausflug nordwärts gemacht. Mit dem Bus nach Longsheng und von dort nach Longji Titian. Dort gibt es schöne, sehr steile Reisterrassen.
Leider ist es im Dezember sehr trocken in Südchina, darum war die Landschaft nicht ganz so atemberaubend. Trotzdem war es die Fahrt wert!

Von Guilin sind wir weiter nach Yangshou. Yangshou ist nur etwa eineinhalb Stunden mit dem Bus entfernt. hier tummeln sich sehr viel mehr Touristen und der Ort ist voll auf sie ausgerichtet. Viele Chinesen sprächen Englisch, was auch nicht gerade unangenehm ist.
Die letzten Tage waren manchmal schon etwas mühsam, wenn man etwa etwas zu essen bestellen wollte usw.

Wir haben unsere Zeit in Yangshou damit verbracht, mit dem Fahrrad durch die beeindruckende Landschaft zu radeln und den Ort zu erkunden. Wir haben den Moon Hill bestiegen, einen der vielen Berge/Hügel was ziemlich anstrengend war. Dafür war die Aussicht großartig!

Am 24. Dezember sind wir in einer Bar gelandet, in der gerade eine Firmenweihnachtsfeier in Gange war. Als einzige Ausländer hat’s nicht lange gedauert bis wir mitten drin waren, und uns die Chinesen abgefüllt hatten. Wir haben zu grauenhafter Musik getanzt und Happy Birthday gesungen (für wen weiß ich nicht, wahrscheinlich fürs Christkind.) Lustigstes Weihnachten ever!

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Ich hab’ es in Yangshou auch endlich geschafft den Film Dr. Strangelove von Stanley Kubrick zu sehen. Der wurde mir schon öfter ans Herz gelegt.
Das kleine Kino/Raum war eigentlich das Hinterzimmer eines Tatoostudios einer Chinesin. Die war total nett, und da wir die Einzigen waren die einen Film sehen wollten, hätten wir uns sogar einen Anderen aussuchen dürfen. Der Film war genial, mir wurde nicht zuviel versprochen.

Posted by irezumi 08:08 Archived in China Tagged round_the_world Comments (0)

Auf der Route 13 durch Laos

sunny 28 °C

Kids.JPG27.11.

Die Grenze zu Laos ist eine Bretterbude und ein Schranken. Mitten im Wald, rundherum gar nichts. Die Grenzbeamten kassieren einen Doller pro Person ein. Der Doller wandert natürlich in die eigene Tasche. Irgendwie muss man sich die Goldzähne finanzieren, die einem aus dem Gesicht eines der Typen entgegen funkelten.
So ähnlich lief es dann auch noch mal bei den laotischen Staatsdienern. Wieder ein Doller. Herzlich willkommen in Laos. Nicht das letzte Mal sollten wir in diesem Land mit korrupten Cops zu tun haben.

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Unser Ziel hieß „Four Thousand Island“. Direkt nach der kambodschanischen/laotischen Grenze wir der Mekong sehr breit. Bis zu 14 km in der Regenzeit. Und in dieser Gegend gibt es eben auch unzählige kleinere und großere Inseln. wir entschisden uns für Don Det, und wir sollten es nicht bereuen.
Auf Don Det gibt es keine Hotels, nur einfache Huts. Strom gibt es nur am Abend, und dass auch nur für ein paar Stunden. Ich hatte oft das Gefühl eher in einem laotischen Dorf zu sein.
Die folgenden Tage waren einfach nur genial. Wir sind viel in der Hängematte gelegen, sind im Mekong geschwommen, oder mit dem Fahrrad herumgefahren.
Cornelia hat sich etwas gesträubt, was das Baden im Mekong betrifft. Verständlich, da alle Abwässer der Insel und vieler Städte in den Mekong fließen. Trotzdem gibt es viele Fische im Fluss und solange die Fische nicht verrecken, hab ich kein Problem mal reinzugehen.
O-Ton Chris: „Das ist schon der Wahnsinn, die waschen sich und ihre Viecher im Mekong, die scheißen in den Mekong, die trinken aus dem Mekong, die leben mit und vom Mekong“.
Als wir einmal beim Essen auf einer Holzterrasse direkt am Fluss gesessen sind, ist eine alte Frau mit zwei Rindern angekommen. Die Tiere sind zur Abkühlung ins Wasser bis nur noch der Kopf zu sehen war. Nach ein paar Minuten sind sie dann wieder raus aus dem Wasser und ganz nebenbei hat eins der zwei Viecher ins Wasser gepinkelt. Weiter flussabwärts haben gleichzeitig Kinder gebadte uns sich Laoten gewaschen.
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Bis zum 2. Dezember sind wir auf Don Det geblieben, die Insel die Chris danach als „Das Paradies“ bezeichnete.

Spät in der Nacht sind wir in Tah Keak angekommen und hatten Probleme eine gute Unterkunft zu finden. Die Hostels am Busbahnhof waren ausgebucht und das einzige Tuk-Tuk in der Nähe gehörte einem unglaublich unsympathischen Typ, der uns für vier Doller in die Stadt bringen wollte. Er hatte gewonnen. Wir hatten keine andere Wahl, als sich herausstellte, dass kein Zimmer in den Hostels frei war.
Nach langem herumfahren haben wir dann doch noch was Annehmbares gefunden.

3.12.
Rund um Tah Keak gibt es einig sehenswerte Höhlen. Der leichteste Weg dort hin ist, sich ein Moped zu leihen und selbst hin zu fahren. Die Straße selbst war sehr staubig und öfter musste ich stehen bleiben, als uns Trucks und Autos überholt hatten. Man konnte einfach nichts mehr sehen, vor lauter Staub in den Augen. An Holzbuden entlang der Straße wurde Eichkätzchen und Raten verkauft. Cat und ich ließen uns die Gelegenheit nicht entgehen, die Ameisen zu kosten, die uns die Frau bei einem Stand anbot. Hat eigentlich – wie die gerösteten Frösche und Käfer – nach nichts geschmeckt. Könnte schlimmer sein.

Die Höhlen selbst waren wie gesagt sehenswert, hab aber schon bessere gesehen. Noch weiter östlich soll es sehr große, spektakuläre Höhlen geben. Dazu haben wir aber diesesm al keine Zeit. Dann halt beim nächsten Laosbesuch …

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Von Tah Keak ging’s weiter nach Vientiane. Dort sind wir eine ganze Woche geblieben. Am 6. Dezember sind Chris und Kat nach Bangkok geflogen. Wir hatten so viel Spaß mit ihnen und es wird wahrscheinlich ein Wiedersehen in Texas nächsten Sommer geben. Ansonsten gibt es über Vientiane nicht viel zu erzählen. Circa 120 000 Menschen leben in der Hauptstadt vo Laos, ziemlich ruhig und verschlafen ist es hier. Wir sind mit dem Moped und Fahrrad herum gefahren, usw. Wirklich erwähnenswert erscheint mir unser zusammentreffen mit der lokalen Verkehrspolizei. Beim ersten Mal haben sie uns aufgeholten weil wir eine Rote Ampel ignoriert haben, also selber schuld. Macht hier zwar jeder, aber man sollte sich halt nicht von der Polizei beobachten lassen. 10 Doller haben wir direkt an die Beamten abgeben müssen, also 2,5 pro Person.
Am Tag danach wurden wir wieder aufgehalten. Diesmal ohne Grund, jedenfalls konnten mir die Polizisten nicht erklären was jetzt eigentlich los ist. Englisch ist nicht grade die größte Stärke der laotischen Staatsdiener. Wieder haben wir 3 Euro pro Kopf und Nase bezahlt. Die Alternative wäre gewesen nächste Woche auf den Polizeiposten zu fahren und dort wahrscheinlich stundenlang herum zu sitzen und dann erst recht wieder zu zahlen.
Zwei Tage später war der International Anti-Corruption Day, und wo ist wohl ein großer Banner gehangen. Richtig, über der Polizeibox an der Kreuzung wo wir zum zweiten Mal
aufgehalten wurden. Ironischer geht’s kaum mehr.

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Nach Vientiane haben wir noch einig Tage in Vang Vieng, Luang Prabang und Udomxai verbracht. Danach sind wir mit dem Bus zur chinesischen Grenze gefahren.

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Posted by irezumi 21:00 Archived in Laos Tagged round_the_world Comments (0)

Kambodscha

Eine kleine Zusammenfassung...

sunny 33 °C

18.11.
So um elf Uhr in der Nacht sind wir also in Siem Reap angekommen. Wir haben das erstbeste Guesthouse genommen und sind noch auf eine kleine Erkundungstour gegangen. Gelandet sind wir im „Zoneone“, einem der wenigen Nachtclubs in der Stadt. Schon beim reingehen war klar, dass man als Ausländer einen bisschen bevorzugt behandelt wird. Im Gegensatz zu den Kambodschanern wurden wir nicht nach Waffen durchsucht, und konnten einfach so reingehen. Der Club selbst war eigentlich ziemlich schick, nur die Musik ließ einiges zu wünschen übrig: meist schnulziger kambodschanischer Schlagersound oder trashiger Techno. Nach ein paar Drinks war das auch egal und ich habe mich ins Gewühl geschmissen.
Das absolut schrägste an dem Schuppen war aber die Toilette. Dort rennt ein Typ herum der jedem eine Schultermassage verabreicht, der sich grade erleichtert.
Den kurzen Weg bis zum Guesthouse war schnell zu Fuß zurückgelegt. Ich hab mir an einem Streetstall noch was zu essen gekauft und dann sind wir ins Bett gefallen.

19.11.
Am nächsten Tag ist nicht sonderlich viel passiert: der Markt von Siem Reap war ganz nett, am Nachmittag waren wir schwimmen in einem See in der Nähe der Stadt, und am Abend sind wir – wie fast immer - noch gemütlich auf dem Balkon des Hotels gesessen und hsben geplaudert.
Die Fahrt zum See war für mich schon ein Highlight: nichts besonderes eigentlich, nur eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk, aber ich finde es immer wieder unglaublich wie sich hier die Leute auf ihren Mopeds und Fahrrädern durch den Verkehr schlängeln ohne dass etwas passiert. Gleichzeitig sitzt man im Tuk-Tuk und beobachtet das vermeintliche Chaos und wundert sich wie das Alles ohne gebrochene Knochen ablaufen kann. Nebenbei ziehen Reisfelder vorbei und ich freue mich einfach nur hier zu sein.

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20.11.
Am 20. war Angkor Wat dran. Sehr beeindruckend sind die Tempelanlagen, und auch ziemlich groß. Ich glaube, dass ich gelesen habe, dass Angkor die größte religiöse Stätte der Welt ist. Kann ich mir gut vorstellen. Wir vier sind den ganzen Tag herumgelaufen, haben Tempeltreppen bestiegen die teilweise unglaublich steil waren (keine Ahnung wer auf die Idee kommt, so was zu bauen…) und am Abend haben wir den Sonnenuntergang genossen.
In Angkor bin ich auch mit einem Mönch ins Gespräch gekommen, was eigentlich nicht schwierig ist, da junge Mönche jede Gelegenheit nutzen ihr Englisch zu verbessern.
Wir haben e-mail-Adressen ausgetauscht und zwei Tage darauf hat er sich bei mir auch schon gemeldet.

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21.11.

Morgens ging’s weiter nach Phnom Penh. Die Busfahrt war kein Vergleich zur Fahrt nach Siem Reap. Die Straße war relativ gut und der Bus ist auch nicht zusammengebrochen. Dafür war’s eben auch weniger ereignisreich. Die Landschaft zwischen Siem Reap und Phnom Penh ist sehenswert; ich habe die meiste Zeit damit verbracht mir die Häuser, Menschen und Reisfelder anzusehen und Musik zu hören.
In Phnom Penh wurde Chris von einer Freundin, die in Phnom Penh lebt, abgeholt. Ich, Cat und Cornelia sind an den See gefahren, da es dort die billigsten Unterkünfte gibt. Zu dritt haben wir uns ein Zimmer genommen. Das Beste an dem Guesthouse war, dass es direkt am See ist, und das Boot das dort quasi eine Verlängerung des Restaurants darstellt.

Abends hat es uns in eine kleine Bar verschlagen und das war’s dann auch schon wieder.

22.11.
Es ist schon lustig wie man beim reisen Leute kennen lernt und plötzlich, ohne darüber zu sprechen, gemeinsam unterwegs ist. Jedenfalls war das bei Chris, Cat, Cornelia und mir so.
Irgendwann hat es einfach geheißen: was machen wir als nächstes.
Da unser nächstes Ziel Laos hieß, musste noch ein Visum her. Da die zwei Mädels keine Passfotos mehr hatten, wollten sie schnell (!) welche besorgen. Ich und Chris sind über eine Stunde auf der laotischen Botschaft herumgesessen und haben uns schon ein bisschen Sorgen gemacht, was den los sei. Sie sind dann aber doch wieder unbeschadet aufgetaucht.

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Der Markt der Stadt war sehr spannend und am Abend sind wir mit dem Tuk-Tuk auf eine kleine Halbinsel gefahren. Ich hatte eigentlich mehr Touris erwartet, aber was ein überlaufener Aussichtspunkt hätte sein können, stellte sich als Slum heraus. Ich war schon ziemlich überrascht über die Menschen die auf Booten und in alten Blech- und Holzhütten leben. Sicher, ich hatte schon vorher Armut gesehen, aber es war schon eigenartig auf der anderen Seite des Flusses die schönen Hotels und Gebäude zu sehen und auf der anderen Seite Menschen die unter sehr schlechten Bedingungen leben. Wir sind einige Zeit geblieben, haben den Kindern, die uns sofort umringt haben, Süßigkeiten gekauft und etwas getrunken.
Trotz der Armut und der Trostlosigkeit der Menschen in dieser Gegend habe ich mich nicht unwohl gefühlt. Die Kinder waren lustig und sehr lebendig, für sie macht es vielleicht noch nicht so viel aus, dass sie arm sind. Ansonsten hat niemand gebettelt, die meisten Leute haben uns mehr oder weniger ignoriert. Man muss sich auch vor Augen halten, dass wir die einzigen Ausländer dort waren, es dürfte nicht so viele hierher verschlagen.
Später haben wir die Freundin von Chris, Rita, in der Bar „Elsewhere“ getroffen und sind mit zu ihr nach Hause gefahren. Spät in der Nacht sind wir erst wieder nach Hause gekommen.

23.11.
(Fast)jeder der nach Phnom Penh kommt fährt zu den Killing Fields und sieht sich das ehemalige Gefängnis der Roten Khmer an. Die Fahrt zu den Killing Fields mit dem Tuk-Tuk ist wieder mal unglaublich. Mehrere Male waren wir kurz vorm umkippen, die Schlaglöcher sind einfach nur brutal.
Bei den Killing Fields gibt es nicht wirklich etwas zusehen. In einem großen Turm sind die Schädel von achttausend Opfern der Roten Khmer ausgestellt. Die alten Gebäude, in denen gefoltert und der ganze Wahnsinn organisiert wurde, stehen nicht mehr. Es gibt nur noch einige Gruben zu sehen, in denen die Leichen verschart wurden.
Ob es wirklich sein muss, dass auf dem Areal Knochen von Opfern in Körben herumstehen oder die Schädel ausgestellt werden, ist eine andere Frage. Ich hatte sehr stark das Gefühl das man hier den Besuchern die Sensation und die Fotomotive liefern will, die sie sich erwarten.
Ich habe auch gehört, dass eine japanische Firma die Killing Fields gekauft hat. Hier geht’s also weniger um Vergangenheitsbewältigung als ums Geschäft.
Dann waren wir im Tuol Sleng, dem größten Gefängnis der Pol Pot-Zeit,.hier wurde nicht gemordet, das war der Platz an dem gefoltert wurde. Wer nicht mehr von Interesse war, wurde zu den Killing Fields gebracht und dort beseitigt.

Unser Visum war fertig. Die 40 Doller haben ein bisschen geschmerzt, aber was soll’s,
Laos sollte es wert sein.

24.11.
Weiter ging’s nach Kratie, den Mekong rauf. Mit dem Bus wieder gut 6 Stunden unterwegs.
In Kratie haben uns schon mehrer Hotelmitarbeiter in Empfang genommen und auf uns eingeredet. Wenn man einige Stunden im Bus sitzt und dann endlich da ist, kann das schon anstrengend sein. Nach einigen Verhandlungen haben wir ein sehr schönes Zimmer in einem Hotel direkt am Mekong gefunden. 2,5 Doller für ein Hotelzimmer das bei uns locker 30-40 Euro gekostet hätte, plus eine große Terrasse mit super Aussicht auf den Mekong. Mit dem Moped wurde noch die nähere Umgebung abgecheckt und später haben wir es uns auf der Terrasse bei Musik und Bier gut gehen lassen.

25.11.
Mit dem Moped hier in Kratie herum zu fahren ist schon eine Freude. Die Gegend ist super, man kann lang am Mekong entlang fahren, an Dörfern vorbei und kein anderes weißes
Gesicht weit und breit. Besonders die Kinder freuen sich sehr wenn man an ihnen vorbei fährt. Dauernd hört man kleine Kambodschaner „Hello“ rufen und hat schon einige Mühe immer zurückzugrüßen. Wir haben Süßwasserdelfine gesehen, die hier in der Gegend vom Aussterben bedroht sind. Möglich dass sie in ein paar Jahren hier nicht mehr gibt..

Das „Floating Village“ war der Hammer. Etliche Familien die mitten im Mekong auf schwimmenden Holzhütten leben, inklusive Schweinestall und kleine Shop. Ich und Chris haben ausprobiert mit dem Netz zu fischen. Wir sind aber ziemlich kläglich gescheiter (Vor allem ich…). Gar nicht so leicht, das acht Kilo schwere Netz vom wackeligen Boot zu werfen. Das verlangt viel Balance und Geschick. Die kambodschanischen Typen hatten auf jeden Fall viel Spaß dabei uns zuzusehen.
Morgen fahren wir weiter nach Stung Treng.

26.11.
Am späten Nachmittag sind wir angekommen. Hier ist die Auswahl an Hotels nicht so groß, und die Zimmer sind teilweise sehr heruntergekommen. Also mussten wir etwas tiefer in die Tasche greifen als sonst. Drei Doller pro Person kommen einem nach zweieinhalb Wochen Asien schon ziemlich viel vor. (ich weiß, wir sind schon sehr geizig, aber wir reisen noch lang …)
In „Richi’s Bar“ habe ich Kobrafleisch und Entenei ausprobiert. Das Entenei war wirklich das ekeligste was ich bis Dato gegessen habe. Hört sich nicht schlimm an, Duckegg, wäre da nicht eine halb geschlüpfte Ente drinnen. Ich musste mich echt zusammenreißen, um nicht wieder alles rauszuwürgen.
Chris und ich hatten eine kleine Competition rennen. Meistes wenn ich etwas Ausgefallenes zu essen sah, hab ich gesagt “Ich esse es, wenn du es auch isst“.
Das Entenei kann man sich aber wirklich sparen.

Posted by irezumi 05:43 Archived in Cambodia Tagged round_the_world Comments (0)

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